Verbesserung der stationären Versorgung von sehbeeinträchtigten Pflegebedürftigen

Projektmotivation

Durch die insgesamt steigende Lebenserwartung konnte über die letzten Jahre in fast allen westlichen Industrieländern eine Zunahme der altersbedingten Blindheit und Sehbehinderung dokumentiert werden. Die Auswirkungen dieser Entwicklung – insbesondere auch auf die Pflegeeinrichtungen – sowie mögliche Wechselwirkungen hinsichtlich einer demenziellen Erkrankung der Pflegebedürftigen, waren Anlass für dieses Projekt.

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Projektziel

Langfristig ist es Ziel des Projektes, durch eine Optimierung der Umgebung und die Fortbildungsinhalte eine Wissenserweiterung und Kompetenzstärkung bei den Pflegepersonen zu erreichen, die eine bewohnerorientierte, das Orientierungsvermögen von Pflegebedürftigen der Zielgruppe optimalerweise verbessernde, zumindest aber stabilisierende Pflege gewährleisten, was zugleich eine Form der Prävention ist oder eine Verzögerung hinsichtlich des Ausbruchs und Verlaufs von Demenzerkrankungen bei dem betreffenden Personenkreis bewirken kann.

Verbesserung der stationären Versorgung von sehbeeinträchtigten Pflegebedürftigen

Projektinhalte

  • Beratung der teilnehmenden Einrichtungen durch Architekten und Fachberaterinnen und -berater
  • Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen durch eine 40-stündige Fortbildungsreihe, gestaltet von einem multiprofessionellen Projektteam

Projektteilnehmer

  • Magdalenenheim und Heilig-Geist-Spital-Pflegeheim, Landshut
  • Fischer’s Seniorenzentrum, Erding
  • Heiliggeistspital-Stiftung, Freising
  • Kreszentia-Stift, München
  • Marienstift, München
  • Residenzia, München 

Projektergebnisse im Überblick

  • In fünf Einrichtungen sind die Fortbildungen erfolgreich durchgeführt worden. Die Rückmeldungen waren durchwegs sehr positiv, hervorgehoben wurde immer auch die Praxisrelevanz.
  • Eine Einrichtung hat aufgrund der für Herbst dieses Jahres geplanten Umstellung der gesamten Dokumentation auf EDV ausschließlich Betreuungskräfte in die Fortbildungen geschickt. Geplant ist aber die Implementierung eines „Sehbehindertenstandards“ mit Unterstützung durch den Projektträger sowie eine weitere Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive der Leitungsebene.
  • Eine weitere Einrichtung ist wegen Erkrankung der Fortbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer und hoher Personalfluktuation aus dem Projekt ausgestiegen.
  • In allen Einrichtungen wurden projektbezogene Begehungen durch ein Architekturbüro durchgeführt. Die Ergebnisse wurden den Einrichtungen vorgestellt und teilweise findet bereits eine Umsetzung der Verbesserungsvorschläge statt.

Den ausführlichen Abschlussbericht finden Sie hier

Mögliche Folgeprojekte

  • Forschungsprojekt zum Spannungsfeld Sehbeeinträchtigung und Demenz (Schwerpunkt Lebensqualität)
  • Erarbeitung eines allgemeingültigen Standards als Basis für mögliche Zertifizierungsmaßnahmen
  • Durchführung der Fortbildungsreihe in weiteren Münchner Altenpflegeeinrichtungen, gefördert durch das Sozialreferat der Landeshauptstadt München
  • Initiierung einer einschlägigen Fachtagung in München

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Ihre Ansprechpartnerin

E. Anita Götzer

Gesundheits- und Pflegepädagogin, MSc
stellvertretende Schulleiterin, QMB
BFS für Altenpflege/-hilfe
FS für Familienpflege
Stiftung Katholisches Familien- und Altenpflegewerk

Tel.: 089 58091-51
goetzer@familien-altenpflege.de

Weitere Informationen

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