Projektbeschreibung: „Präventionsorientierte und haushaltsunterstützende Dienste für ältere Menschen und Bedürftige“

2007 startete der mobile soziale Dienst der Stiftung Kath. Familien- und Altenpflegewerk (msd) unter Federführung von Herrn Dr. Twenhöfel, in enger Zusammenarbeit mit der hausinternen Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe, das Projekt „Präventionsorientierte und haushaltsunterstützende Dienste für ältere Menschen und Bedürftige“.

Das Projekt wurde gefördert von der Landeshauptstadt München und dem ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales).

Nach einer Aufbau- und Konsolidierungsphase in der Zeit von 2007 bis 2009 begann die reguläre Arbeitsphase mit abschließender Evaluation. Aufgrund des großen Erfolgs und der enormen Nachfrage wurde das Projekt ab Juli 2009 in Form eines Regelangebots bis zum heutigen Zeitpunkt fortgeführt. Wesentlicher Bestandteil hierbei sind die einmal jährlich stattfindende 40-stündige Basisschulung sowie Fortbildungen zu sachbezogenen Themen.

Der msd bietet älteren und hilfebedürftigen Menschen im Großraum München alltags- und haushaltsbezogene Dienste an mit dem Ziel, einen Heimeintritt zu vermeiden oder hinauszuzögern.

Hauptziel ist die positive Veränderung der Lebenssituation des Betroffenen und seiner Angehörigen. Ein Verbleiben in der gewohnten häuslichen Umgebung soll durch den Einsatz unserer geschulten Kräfte solange wie möglich gewährleistet sein. Hierbei spielt der Präventionsgedanke eine zentrale Rolle: Risiken vor Ort sollen rechtzeitig erkannt und wenn möglich beseitigt werden (Sturzprophylaxe, Wohnraumanpassung, Gesundheitsberatung, Hygiene).

Der msd kooperiert mit Pflegediensten und anderen sozialen Einrichtungen wie gerontopsychiatrischen Diensten, Alten- und Servicezentren, Sozialbürgerhäusern, Betreuungsvereinen und Tagespflegen.
Besonderes Augenmerk richten wir auf die Betreuung von Menschen mit Demenz- oder Alzheimererkrankung. Wir schaffen dadurch Entlastung und unterstützen die betroffenen Angehörigen durch psychologische Hilfestellung und Beratung.

Die Betreuung und Begleitung von Menschen mit demenzieller Erkrankung hat für den msd einen besonderen Stellenwert. Ziel ist, die betroffenen Angehörigen zu unterstützen und zu entlasten.

 

Unser Angebot umfasst im Einzelnen:

  • Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich und bei der Alltagsorganisation
    (Einkaufen, kleinere Mahlzeiten zubereiten, Wohnung reinigen, Wäschepflege)
  • Betreuungs- und Entlastungsangebote
    (bei Patienten mit eingeschränkter Alltagskompetenz, Alzheimer-Demenz)
  • Hilfen im Alltag (Begleitdienste, Hilfe bei Korrespondenz oder Anträgen, persönliche oder
    telefonische Beratung in Krisensituationen, Vermittlung von Fachkräften, Kommunikation
    und Gesprächsführung)
  • Freizeitgestaltung (Anleitung zum Spazierengehen, Organisieren kleinerer Ausflüge, Vorlesen
  • Anleitung zu einer gesunden Lebensführung (Achten auf gesunde, altersgerechte Ernährung
    und ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Gesundheitsberatung)
  • Prävention (Sturzprophylaxe, Erkennen und Beseitigen von Risikofaktoren, Unfallverhütung
  • Generelle Entlastung und Unterstützung pflegender Angehöriger

Das Angebot  zeichnet sich unter anderem durch folgende Besonderheiten  aus:
Verzahnung von professionellen Kräften und zu schulenden Laienkräften
Vernetzung mit bereits bestehenden Unterstützungs- und Beratungsangeboten
Sicherstellung größtmöglicher personeller Kontinuität durch Leistungen aus einer Hand
unter dem Dach der Stiftung und ihrer Einrichtungen.
Abgerechnet werden kann  über SGB XI, SGB V, SGB XII sowie privat zum Stundensatz.

Seit 16.12.2016 sind wir vom ZBFS (Zentrum Bayern Familie und Soziales) anerkannt, haushaltsnahe Dienstleistungen zur Entlastung im Alltag im Sinne des §45b Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 SGB XI anzubieten.